Was kommt ihnen als erstes in den Sinn wenn sie das Wort Staat hören? Bei den meisten werden es wohl die Steuern sein. Denn Steuern muss jeder viel zu viel bezahlen. Über ein Monat lang muss ich Arbeiten bis ich das Geld zusammen habe, welches ich dem Staat abgeben muss. Er ist wie ein schwarzes Loch das mein hart erarbeitetes Geld erbarmungslos aufsaugt.
Bereits dreitausend Jahre v.Chr mussten Ägypter Abgaben an den Staat bezahlen genauso wie auch im römischen Reich. Im Mittelalter zahlte mussten Steuern an Könige und Fürsten gezahlt werden. Sie bauten damit Burgen und Paläste. Auch heute ist das nicht anders. Die vielen Diktatoren auf der Welt leben meist königlich. Da ist es nur verständlich, dass die Menschen sich darüber aufregen. Doch auch in der Schweiz wird vom Staat geredet, als wäre er ein Diktator. Viele reden davon, dass der Staat auch bei uns das Geld zum Fenster raus wirft.
Was dabei vergessen wird ist, dass der Staat hierzulande kein Fremdkörper ist. Nein der Staat sind wir alle zusammen. Bei uns wählen wir Nachbarn von uns, damit diese unsere Steuern verwalten und diese zu unser aller Wohl einsetzen. Wenn wir nicht zufrieden sind was sie mache, können wir ihnen über Initiativen Aufträge erteilen und mit Referenden können wir Beschlüsse verhindern.
Unsere Steuern werden dafür eingesetzt Strassen, Spitäler oder Schulen zu bauen. Die Umwelt zu pflegen oder für Sicherheit zu sorgen. Mit dem Geld werden Personen unterstützt die ihre Arbeit verlieren, krank werden oder ganz einfach nur alt werden. Aus unseren Steuern wird all das finanziert, was wir an unserem Land schätzen.
Wir alle sind also der Staat oder zumindest wir, die stimmen und wählen gehen.
Welt
Alle Artikel welche ich zur Welt geschrieben habe:Der Staat, ein Fremdkörper?
Geschrieben am Sonntag, 3. April 2011 von Jan Fässler unter PolitikIch wähle erneuerbar statt atomar
Geschrieben am Donnerstag, 17. März 2011 von Jan Fässler unter Politik
Es sind noch 10 Tage bis zu den Land- und Regierungsratswahlen. Wir haben bereits unzählige Flyer verteilt und etliche Gespräche geführt über alle möglichem Themen. Doch in den letzten Tagen sind alle Probleme und Sorgen welche wir haben in den Hintergrund gerückt. Der gesamte Wahlkampf wird überschattet von der schockierenden Katastrophe in Japan. In Anblick der Schlimme des Unglücks und des Elends welches dort herrscht traut man sich fast nicht über das Sparpaket oder die Verkehrsprobleme zu diskutieren. Doch wir müssen, denn unser Leben geht unaufhaltsam weiter. Wir können das Unglück in Japan nicht mehr rückgängig machen aber wir können daraus lernen. Wir sind es all den Opfer schuldig dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder passieren kann.
Nach dem Unglück in Tschernobyl wurde bei uns immer wieder behauptet, dass so etwas nie passieren könnte in der Schweiz. Sie hätten veraltete Technologien und zu tiefe Sicherheitsstandards gehabt. Nun ist aber auch in Japan ein verehrendes Unglück geschehen welches durchaus in der Schweiz auch passieren könnte. Unsere Atomkraftwerke nutzen teilweise dieselben Bestandteile wie im AKW Fukushima 1, dessen Sicherheitssysteme durch die schweren Erdbeben und die Überschwemmung zerstört wurden. In der Schweiz müssen wir zwar nicht von einem Tsunami Angst haben, aber grosse Überschwemmungen könnten auch von einem brechen eines Staudammes kommen. Ich würde zumindest nicht Unterschreiben, dass diese alle ein Erdbeben von dieser Stärke aushalten können.
Atomkraftwerke sind zwar sehr sicher aber wenn etwas passiert, dann richtig schlimm. Dazu kommt der ganze radioaktive Müll dessen Endlagerung noch immer nicht gelöst ist. Deshalb müssen wir umdenken und von den gefährlichen Monstern weg kommen und auf sicherere erneuerbare Energien setzen. Nicht nur für unsere Sicherheit oder unseren Planeten wäre dies gut sondern es wäre auch eine Chance für unsere Wirtschaft. Würden wir jetzt aus der Atomenergie aussteigen hätten wir die Möglichkeit weltweit führend bei den erneuerbaren Energien zu werden. Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft und früher oder später werden alle darauf umstellen müssen. Darum Atomausstieg jetzt!
Eine bessere Welt
Geschrieben am Montag, 2. August 2010 von Jan Fässler unter PolitikIm Sommerlager der JUSO im schönen Kanton St. Gallen wurden wir aufgefordert in zwei Sätzen zu beschreiben wie eine bessere Welt aussehen könnte. Mein erster Gedanke war “Oh mein Gott…. In zwei Sätzen?” Die Welt ist derart gezeichnet von Gier, Egoismus und Intoleranz, dass man nicht in zwei Sätzen beschreiben kann was man verändern sollte. Nach langem überlegen habe ich mich schliesslich für die folgenden zwei Sätze entschieden: “Es braucht die totale Chancengleichheit und Gleichstellung aller Menschen.” und “Es sollte keine Grenzen mehr geben.”
Nun zumindest der Zweite der beiden Sätze bedarf nach einer Erklärung. Ich fange aber beim Ersten an. Es gibt Menschen die hatten bei ihrer Geburt Glück und sind in einer wohlhabenden Familie gelandet und hatten deshalb genügend zu Essen und sind in den Genus von einer Umfangreichen Ausbildung gekommen. Andere haben weniger Glück und sind in einer ärmeren Familie geboren oder sogar in einer welche keine Papiere hat und deshalb in den Augen vieler illegal ist. Sie müssen oft hungern und bekommen nur eine sehr dürftige Bildung oder dürfen später nicht einmal Arbeiten. Die einen Menschen werden besser behandelt als andere. Gründe dafür sind oft die Herkunft, das Geschlecht oder der Wohlstand. Alle diese Menschen sollten die gleichen Rechte und Pflichten haben ganz gleich welcher Herkunft oder welches Geschlecht.
Kommen wir nun zu meinem zweiten Satz. Das Wort “Grenze” ist abgeleitet von dem gleichbedeutenden slawischen Wort “granica” und beschreibt den Rand eines Raumes. Man verwendet es meistens für die Trennlinie zwischen Eigentum, Gemeinden, Kantone oder eben Länder. Doch wofür gibt es überhaupt Grenzen? Sie dienen um sich abzuschotten, sich zu isolieren und man distanziert sich von dem was auf der anderen Seite ist. Am schlimmsten sind die Landesgrenzen diese werden in den meisten Fällen sogar bewacht. Doch weshalb macht man dies? Die Antwort darauf ist ganz einfach und beruht auf der Natur des Menschen. Der Mensch ist im Grunde egoistisch und will besser dastehen als die anderen. Deshalb haben wir Länder und Landesgrenzen. Wir wollen unsere Interessen hier durchsetzen und uns Vorteile verschaffen. Ob dies die anderen auf der anderen Seite der Grenze beeinträchtigt interessiert uns meistens überhaupt nicht. Etwas, dass derart nur auf Egoismus zurückzuführen ist, kann man einfach nicht gut heissen. Jeder Mensch auf der Erde sollte das recht haben dort zu Leben wo er es gerade möchte und nicht einfach nur in dem Land in dem er gerade berechtigt ist weil er Bürger dieses Landes ist.
Natürlich sind das alles schlussendlich nur Visualisierungen von meiner persönlichen perfekten Wellt. Dazu gehört auch viel mehr als das bisher beschriebene aber das sind einmal die beiden Punkte über welche ich mir in den letzten Tagen Gedanken gemacht habe.

